Weil Kanacken weniger wert sind
als höhere Wesen,
haben sie sich
von höheren Aufgaben fernzuhalten,
welche Personen vorbehalten bleiben müssen,
die in der Hierarchie höher stehen!


Aus der Hauptstadt des größten Landes der Erde wurde eines Tages nach Deutschland geschaut. Aus allen Künstlern dieses Landes sollte jemand ausgewählt werden, der in einem russlandweit ausgeschriebenen Comic-Zeichnen-Wettbewerb über die Märchen der Brüder Grimm die Gewinner ermitteln soll.

Wahrscheinlich weil Nordhessen die Region ist, in welcher die Begründer der Germanistik ihre weltberühmten Märchen aufgeschrieben haben, wurde dafür ein Künstler aus dieser Region ausgewählt.


Die Organisatoren in Moskau haben desweiteren entschieden, dass das Kassel-Buch von dem ausgewählten Künstler (mit welchem er sein Studium der visuellen Kommunikation an der Kasseler Kunsthochschule abgeschlossen hat) als einer der Preise den Gewinnern überreicht wird - Gewinnern aus entferntesten Teilen des riesigen Landes, welches sich über neun Zeitzonen erstreckt!

Außerdem wurde dieser nordhessische Künstler und Buchautor nach Moskau eingeladen, um im Zentrum der Riesenmetropole während einer Festveranstaltung den Gewinnern sein Kassel-Buch persönlich zu überreichen!

Weil der eingeladene Künstler zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht in der Lage war zu begreifen, dass die Verwaltungsstrukturen in seiner neuen Heimat sich innerhalb der ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten allergrößte Mühe geben, bestimmte Menschen auszugrenzen und ihn als eine Art Untermenschen behandeln, rief er vor seiner Moskau-Reise im Büro des Kasseler Oberbürgermeisters an. Er fragte eine Mitarbeiterin höflich, ob es möglich wäre, dass der Kasseler Oberbürgermeister in sein Kassel-Buch eine Widmung für die Gewinner schreibt.

Die Frau war von der Idee begeistert!

Sie bedankte sich für seine Anfrage, gab ihm die E-Mail-Adresse des Oberbürgermeisters und bat ihn, dem Oberbürgermeister unmittelbar im Anschluss an das Telefonat diesen Vorschlag per E-Mail zu schreiben.

Und er schrieb dem Oberbürgermeister das alles, was er davor der ahnungslosen Mitarbeiterin sagte, als wenn ihm davor die Parteibuchbesitzer von den obersten Etagen des Kasseler Rathauses noch nie signalisiert hätten, dass er von ihnen als eine niedere Lebensform angesehen wird, welche sich von ihnen und derart hohen Sachen fernzuhalten hat.

Und so geschah, was unvermeidlich war:

Der Kasseler Oberbürgermeister ignorierte seine Anfrage.

In Moskau verstand man nicht, welch große Ziele die in Nordhessen regierende Elite vor Augen hat, dass sie in dieser Art und Weise handelt. Was für Kassel normal ist, darüber war man in Moskau entsetzt.

Man konnte es nicht fassen, dass es in Deutschland einen derartigen Oberbürgermeister geben kann! Einige waren sogar der Meinung, dass sein Verhalten sich dafür eignet, mit dem Adjektiv ABARTIG
bezeichnet zu werden.

Einig war man sich, dass der Oberbürgermeister mit seinem Verhalten alle russischen Kinder, die sich innerhalb des Wettbewerbs bemühten, erniedrigte.

Viele können es bis heute nicht fassen, wie sich ein Oberbürgermeister einer deutschen Stadt im einundzwanzigsten Jahrhundert derartig verhalten kann ...

Es handelte sich doch um Jugendliche im Ausland, welche Comics über die weltberühmten Märchen erstellten, welche in Nordhessen aufgeschrieben wurden!

Und ein Künstler aus der Stadt, in der die Brüder Grimm lebten, wurde ausgewählt um zu entscheiden, wer die Preise bekommt und er wurde auch noch nach Moskau zu der Preisvergabe eingeladen!

Sein Buch über Kassel wurde dafür bestimmt, als einer der Preise jedem der Gewinner überreicht zu werden!

Es ist doch pathologisch, wenn der Oberbürgermeister der Stadt Kassel kein Interesse hat, eine kurze Widmung in die Kassel-Bücher des Kasseler Künstlers zu schreiben, welche den Gewinnern überreicht werden sollen!

Jeder normaldenkende Oberbürgermeister würde eine solche Werbung für seine Stadt willkommen heißen! Derartige Werbung für die Stadt begrüßen!

Wenn man sich vor Augen führt, wie sich die Vertreter der nordhessischer SPD-Strukturen in der lokalen Presse dafür eingesetzt haben, den Bekanntheitsgrad eines Buches ihres Parteikollegen und ehemaligen Bundesminister der Finanzen zu erhöhen, kann man annehmen, dass sie auf eine derartige Anfrage anders reagiert hätten, wenn sich das Buch ihres Parteikollegen einer solchen Popularität im Ausland erfreuen würde.

Anstatt ganz einfach selbst die Gewinner des russischen Comic-Zeichnen-Wettbewerbes über die Brüder Grimm Märchen zu ermitteln, bildete der nordhessische Künstler in der westukrainischen Großstadt Lemberg eine Jury, welche dort entschieden hat, wer im russlandweit ausgeschriebenen Wettbewerb die Preise bekommt.

Das hat er getan, weil ihm die bereits damals schwierige Lage der russisch-ukrainischen Beziehungen bekannt war und er die Kunstwelt der zwei verfeindeten Länder somit ein Stückchen näher zueinander brachte.

Interessanterweise stieß seine außergewöhnliche Vorgehensweise anstatt auf Ablehnung auf Begeisterung auf beiden Seiten.

Auf dem Foto ist Artur Klose (im weißen Hemd) zusammen mit zwei Mitgliedern der Jury zu sehen, welche aus fünf Personen bestand und im Westen der Ukraine entschieden hat, wer in Moskau die Preise bekommt.


Den Kindern in Moskau Glückwünsche aus dem Kasseler Rathaus zu bringen... Das ging leider nicht.

Diesbezüglich war es nur möglich, von unerträglichen Zuständen zu berichten, welche im Kasseler Rathaus herrschen und in Nordhessen zu allgemein akzeptierter Normalität geworden sind.


Auf dem Foto übergibt der Nordhesse auf der Bühne in Moskau den Gewinnerinnen und Gewinnern ihre Preise.

Bei der Gelegenheit lernte er junge Russinnen und Russen persönlich kennen, welche aufgrund der von ihm in der Westukraine gebildeten Jury die besten Comics innerhalb des Wettbewerbes erstellten.